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07. Mai 2017

Dampfsperre, Fensterlaibung, Türabschluß

Es ergaben sich wieder Fragen zum Aufbau und zu Lösungen von kleinen Problemen die sich beim Selbstausbau immer wieder ergeben. Mir ist es wichtig viel Information bereit zu stellen, denn es findet sich nicht sonderlich viel Informationen im Internet. Noch viel weniger für Detaillösungen. Jeder tut sich an anderer Stelle schwer und oft sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. So war es zu mindestens oft bei mir. Ich war darauf bedacht schon im Vorfeld Lösungen zu ersinnen. Damit ich, wenn ich dann an der entsprechenden Stelle angekommen bin, nicht bei 0 anfangen muss, sondern schon mindestens die grobe Richtung ersonnen hatte.

Vielleicht ist das auch ein Fehler, denn ein Wohnmobilausbau deckt so ziemlich alle Gewerke ab die es gibt. Wenn man also gerade am Bau der Inneneinrichtung ist und sich schon Gedanken über Elektrik und Wasserleitungen macht. Eine gute Planung ist da wohl hilfreich, aber es ist unmöglich jede Kleinigkeit im Vorfeld zu erkennen und zu "lösen". Und genau diese Kleinigkeiten sind oft die kniffeligen Stellen.

So erreichten mich Fragen via Email, was meine Dampfsperre betrifft. Das Thema ist in meinen Berichten wirklich viel zu kurz gekommen. Und genau das war so ein von "Bäumen verdeckter Wald". Was habe ich mir anfänglich "weh" getan mit dieser Folie. Immer hing sie irgendwo rum, versperrte die Sicht und behinderte mich. Es war aber keine "Kapazität" in meinen Gehirnwindungen mehr vorhanden um mich auch noch damit zu beschäftigen, wie ich diesen störenden Faktor gelöst bekomme. Dabei liegt die Lösung verdammt nahe.

Anfänglich habe ich immer versucht, die Dampfsperre möglichst an einem Stück zu belassen.

Wohnmobil Dampfsperre

Erst ein Gespräch mit einem Dachdecker gab mir die Lösung. Und es war wirklich so einfach, man unterteilt die Dampfsperre in mehrere Einzelteile und verklebt das Ende des ersten Teils der Dampfsperre mit dem Untergrund und klebt den folgenden Teil überlappend auf den ersten Teil.

Wohnmobil Dampfsperre Befestigung

So entsteht eine "Befestigung" für die Dampfsperre und bleibt auch dort wo man sie haben will.

Ich habe eine nicht diffundierende Dampfsperre verwendet. Ich habe aber beide Bezeichnungen in meinen Texten verwendet, Dampfbremse und Dampfsperre. Das habe ich aus taktischen Gründen gemacht, damit beide Suchbegriffe bei Suchmaschinen abgedeckt sind. Dampfbremse = diffundierend, Dampfsperre = nicht diffundierend. Es ist zu beachten das Dampfbremsen eine Einbaurichtung besitzen, Dampfsperren nicht.

Meine Dampfsperre hab ich komplett an allen Wänden angebracht. Es ist also eine geschlossene Zelle entstanden. Einzige Unterbrechungen waren Fenster, Türen, Dachlucke und Belüftungen, an deren Rand ich die Dampfsperre verklebt habe. Es wäre schön gewesen wenn ich diese in einem Arbeitsgang hätte anbringen können, aber diese versperrt dann die Sicht auf Befestigungspunkte. Auch habe ich wenn möglich nicht direkt ins Blech geschraubt sondern habe die Fahnen am Blech genutzt. Da die Fahnen aber meistens große Löcher besitzen musste ich ein Gegenstück auf der Rückseite anlegen, das hätte eine geschlossene Dampfsperre auch erschwert.

Die Fensterlaibung war nun auch ein Thema. Da die Dicke des Hilfsrahmen des Fenster nicht bis zur Innenverkleidung reicht, musste diese Lücke geschlossen werden. Ich habe das beim Fenster etwas "karg" beschrieben, beim Bullauge etwas ausführlicher.

Auf der Rückseite der Wandverkleidung am Fenster habe ich einen Rahmen aus 10 mm X 10 mm Holzleisten befestigt. Dieser bot mir mehr Auflagefläche als die nur 4 mm dicke Innenverkleidung. Die Fensterlaibung habe ich dann ebenfalls aus 4 mm Pappelsperrholz erstellt, wie die Innenverkleidung. Die Holzstreifen habe ich außen am Hilfsrahmen des Fensters mit Pattex "all materials" verklebt, da diese Stellen nicht mehr für eine Verschraubung zu erreichen waren. Am Rahmen an der Innenverkleidung habe ich diese ebenfalls verklebt und zusätzlich mit dem Tacker gesichert. Das verkleben mit Pattex "all materials" würde aber allemal reichen.

Wohnmobil Fentserlaibung aufbau

Hier noch als Animation.

Am Bullauge habe ich vom Prinzip her das gleiche gemacht, nur verwendete ich dort keine Holzleisten, sondern zwei Schichten Pappelsperrholz die ich aufeinander geklebt habe. Ich hatte noch so viele Reststücke Pappelholz, die wollte ich noch unterbringen.

Die Abschlüsse an der Schiebetür sind ein weiteres Thema. Das im Detail zu beschreiben, schier unmöglich. Deshalb habe ich auch hier eine Animation erstellt. Die Proportionen stimmen aber nicht, das ist glaube ich aber nicht entscheidend. Eigentlich ist das von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich und beim Ford Transit spielt diese seltsame Säule auf der linken Seite der Schiebetür eine entscheidende Rolle. Diese habe ich mit PU-Schaum Isoliert, was aber auch nur teilweise möglich war. Da die einzelnen Bleche der Säule im Verlauf zusammenlaufen und nur eine Schicht bilden, also keinen Hohlraum, um sich 20 cm weiter wieder voneinander zu trennen und einen Holmen bilden.

Der Türausschnitt verläuft auch nicht symmetrisch. Auf der linken Seite befindet sich eine Schleife, die ich aber auch schon bei anderen Fahrzeugtypen gesehen habe. Wozu die dient? keine Ahnung! Vielleicht soll sie das Einsteigen bei Bussen erleichter ... Aber es soll ja ansehnlich verkleidet werden. Das habe ich mir bei Ausbauten von Profis abgeschaut und einfach übernommen.

Auf der rechten Seite befindet sich die Trennwand unmittelbar an der Tür. Diese verläuft schräg an den Außenseiten. So musste ich die Isolierung praktisch auf null auslaufen lassen. Das letzte Stück habe ich dann mit Isover Nagelband isoliert. Besser wäre hier aber das Band von Armaflex, das zum Isolieren von Rohren verwendet wird.

An Stellen an denen ich nicht Schrauben konnte habe ich immer Pattex "all materials" verwendet. Aber auch an den Verschraubungen habe ich diesen zusätzlich verwendet. Ich kann diesen Kleber nur wärmsten empfehlen. Dies ist ein moderner Hitech Kleber, der so manches Befestigungsproblem löst.

So das sollte es vorerst gewesen sein. Man kann mir gerne Emails schreiben, ich helfe gerne wo ich kann. Aber besser ist, für eine Frage die Kommentarfunktion zu verwenden, so können andere interessierte ebenfalls davon profitieren.

         
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