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31. Juli 2016

Tanksensor - Klappe die erste

Endlich waren die Reedkontakte aus Fernost eingetroffen. 30 Stück für 6€. Jetzt konnte es losgehen mit dem Tanksensorbau.

Bauteile für den Tanksensor

Die Teileliste hält sich wieder in Grenzen. 30 Reedkontakte, ein 8 mm Kunststoffrohr aus der Aquaristik, zwei Kabeldurchführungen 8 mm, zwei Meter Kabel 8 X 0,5 und ein Schwimmer inklusive Magnet.

Als erstes waren einige Tests notwendig. Ich habe mit dem Durchgangsprüfer getestet in welchem Bereich die Reedkontakte schalten. Da gab es schon den ersten Rückschlag. Die 14mm langen Reedkontakte schalten, zumindestens mit meinem Schwimmer nur in einem Bereich von ca. 8mm. Das bedeutet die Anzahl der Kontakte erhöht sich und die Kontakte muss ich überlappend montieren nicht wie ursprünglich geplant hintereinander.

Eigentlich wollte ich zuerst den Sensor für den Abwassertank zusammenbauen, entschied mich aber dafür zuerst den Sensor für den Frischwassertank in Angriff zu nehmen. Sollte ich etwas nacharbeiten müssen so ist der Zugang zum Frischwassertank einfacher als beim am Unterboden montierten Abwassertank.

Jetzt musste ich erst einmal rechnen. Mein Frischwassertank ist innen 250mm hoch, ein Reedkontakt deckt einen Bereich von 8 mm ab.

250 / 8 = 31,25

Ich würde also 31 Reedkontakte benötigen wenn ich die Gesamte Höhe des Tanks nutzen würde. Sechs LEDs habe ich also:

31 / 6 = 5,16

Also fünf Reedkontakte pro LED. Für die Unterste, das wäre in diesem Fall die Rote, reicht ein Reedkontakt. Da ich diese mit einem Anschlag einfach auf der Position halten werde. Denn "leerer" wird die Anzeige nicht smiley. Da ich den Sensor oben befestigen muss fällt an der LED ganz oben ebenfalls ein Reedkontakt weg. Das spielt auch keine Rolle denn voller als voll geht halt nicht.

Die Kabeldurchführung begrenzt das hochsteigen des Schwimmers. Es wird da um 5 - 8 mm gehen, je nach Dicke des Tanks, der hat glaube ich 3 mm.

Aufbauhöhe der Kabeldurchführung als Befestigung des Sensor

Also die Rechnung sieht so aus:

4 + 5 + 5 + 5 + 5 + 1 = 25 Reedkontakte

Fehler Nr:1, meine Planung ging von ca 15 Reedkontakten aus. Gut, das konnte ich jetzt nicht wissen, das diese nur in einem 8 mm Bereich schalten, aber ich hatte schon so etwas im Hinterkopf. Auch eigentlich kein so gravierender Fehler, aber es kommt noch besser.

Jetzt musste ich die Länge des Kunststoffrohres ermitteln. Dazu habe ich dieses in die Kabeldurchführung geschraubt in dem dieses später befestigt wird. 240 mm abgemessen, etwas Luft benötigte ich noch.

Sensorlänge angezeichnet

Break: Man beachte meine Notizen auf dem Papier unter dem Sensor. Die LED Reihenfolge ist das entscheidende.

Ich erwärmte das Kunststoffrohr kurz hinter meiner Markierung. Dazu nutze ich einfach ein Benzinfeuerzeug. Sobald es weich wurde habe ich dieses mehrmals verdreht und abkühlen lassen.

Kunststoffrohr erwärmt und verdreht

Manchmal wird es nicht so schön, das ist kein Problem. Nach dem abtrennen, einfach nochmal leicht erwärmen und auf einer Unterlage abrollen. Das wird 100% dicht.

Schmelzkante am Kunststoffrohr geglättet

Jetzt konnte ich die "Verpackung" montieren, lediglich die untere Kabeldurchführung die einmal als Endanschlag dient habe ich verkehrtherum.

Sensorgehäuse

Auf einem Blatt Papier habe ich mir die Ausmaße des Sensorgehäuses angezeichnet, um beim zusammenbau der Reedkontakte eine Kontrolle über die Länge zu besitzen.

Kabel abisoliert und an der Maßschablone angelegt

Dann habe ich den ersten Reedkontakt angelötet und da hätte mir eigentlich mein Fehler auffallen müssen. Ich arbeite hier mit der Belegung für den Abwassertank, für den Frischwassertank müsste hier ein weißes Kabel sein. Dieser Reedkontakt schaltet, wenn ich nach der Farbbelegung arbeite die rote LED und diese würde bei vollem Tank leuchten. Aber es ist mir glatt entgangen.

Erster Reedkontakt angelötet

Es folgten drei weitere Reedkontakte.

Weitere Reedkontakte angelötet

Die Masse verlöten.

Masse gelötet

Um dem ganzen mehr stbilität zu verleihen habe ich kleine Stücke Schrumpfschlauch angebracht, diese werde ich wenn nötig vor dem Einbau im Kunststoffrohr wieder entfernen.

Nächstes, das gelbe Kabel mit 5 Reedkontakten versehen und an der Masse angeschlossen.

Weitere fünf Reedkontakte

Das braune und das grüne Kabel folgten.

Weitere Reedkontakte

Bis zum Schluß das Ende, durch das weise Kabel das eigentlich rot sein sollte, mit nur einem Reedkontakt folgte.

Davon habe ich kein Bild gemacht. Ich hab da wohl zu sehr unter "Strom" gestanden ob auch alles funktioniert.

Mit dem Multimeter habe ich dann alle Funktionen durchgemessen und alles funktionierte einwandfrei.

Jetzt konnte ich die Innereien in das Kunststoffrohr einführen. Das war schon ziemlich eng, eigentlich plante ich die Reedkontakte hintereinander zusammen zu setzen. Jetzt waren sich aber überlappend zusammen gesetzt. Aber es passte mit etwas schieben doch rein.

Zum Schluss noch die Kabeldurchführungen, die untere diesmal richtig herum.

Sensor zusammen gesetzt

Sieht perfekt aus. Jetzt folgte die Abschlussprüfung, und da war dann der Supergau. Eine Serie Reedkontakte gab ein Signal ab obwohl diese nicht vom Schwimmer ausgelöst wurden.

Beim einschieben muss einer der Reedkontakte kaputt gegangen sein und die Kontakte berühren sich. Die Glasröhrchen sind extrem empfindlich und wohl war es etwas zuviel Schubkraft die ich anwendete.

Beim nachdenken wie ich jetzt weiter verfahre ist mir dann auch der Fehler mit der falschen Belegung der Kabel aufgefallen. das ist jetzt kein Drama, ich muss es nur berücksichtigen wenn ich den Sensor an der Elektronik anschließe.

Für heute hatte ich aber keine Lust mehr. In den Tagen werde ich nochmals den Sensor auseinander nehmen, den defekten Reedkontakt tauschen. Schauen wir mal ...

         
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